Spanien

Die Fläche Spaniens beträgt 504782 km². Das bedeutet, dass bei 40,3 Millionen Einwohnern 80 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Spanien ist Madrid. Als Staatsform ist Spanien eine parlamentarische Monarchie. In ein 17 autonome Regionen und 50 Provinzen gliedert sich das Verwaltungsgebiet Spaniens. Gesprochen wird in Spanien vorwiegend Spanisch, aber auch Katalanisch, Baskisch und Galicisch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 25100 US$ pro Einwohner. Die Währung von Spanien heißt Euro (1 Euro = 100 Cent).

Naturlandschaft in Spanien

Das Gebiet von Spanien nimmt ein Fünftel der Iberischen Halbinsel ein und ist überwiegend gebirgig. Die Mesetas, die regenarmen Tafelhochländer Kastiliens nehmen den meisten Raum ein. Die Sierra Nevada erhebt sich im Süden. Im Schutz der Sierra Nevada erstreckt sich die Andalusische Tiefebene. Die Inselgruppe der Balearen im Mittelmeer und die der afrikanischen Westküste vorgelagerten Kanarischen Inseln gehören ebenfalls zum Staatsgebiet.

Klima in Spanien

Durch ein relativ kühles, regenreiches Klima ist der Norden Spaniens gekennzeichnet. Im Landesinneren findet man ein zunehmend trockenes Klima. Das trockene Klima ermöglicht eine ausgedehnte Steppenvegetation in südlicher Richtung. Vor den kalten Festlandwinden schützt die Sierra Nevada den äußersten Süden.

Bevölkerung in Spanien

Spanier bevölkern zu 74 % Spanien. Hinzu kommen noch 17 % Katalanen, 6 % Galicier und 2 % Basken. Marokkaner und Briten stellen den größten Anteil an Ausländern, die in Spanien leben. Katholiken sind 98 % der spanischen Bevölkerung. Spanisch ist die Amtssprache, jedoch wird im Baskenland noch immer die eigene Sprache gesprochen – Baskisch. Die Herkunft der baskischen Sprache ist bis heute noch immer ungeklärt. Galicisch wird in der nördlichen, historischen Landschaft Galicien gesprochen und in Katalanien, der Region um Barcelona, wird Katalanisch gesprochen.

Geschichte und Politik in Spanien

Das heutige Gebiet Spaniens kam im 1. Jahrhundert v. Chr. Unter römische Herrschaft, wurde aber ursprünglich von Iberern und eingewanderten Kelten besiedelt. Im 5. Jahrhundert folgten die Westgoten, die von den nordafrikanischen Mauren 711 vertrieben wurden. Die Mauren herrschten fast 800 Jahre über Spanien und prägten das Land mit einer einzigartigen Kultur. 1492 kam das gesamte Land wieder unter die Kontrolle des spanischen Königshauses. Den Grundstein für den Aufstieg Spaniens zur Weltmacht legte Christoph Kolumbus mit der Entdeckung Amerikas. Riesige Schätze wurden von Spanischen Entdeckern vom mittel- und südamerikanischen Kontinent mit. Das Ende der europäischen Vormachtstellung Spaniens kam mit dem Untergang der spanischen Armada im Jahre 1588.
Die Teilung Spaniens erfolgte im Spanischen Erbfolgekrieg (1701 – 1713/14). In der Folge verlor Spanien zahlreiche Kolonien und Besitzungen wie etwa Gibraltar, das an Großbritannien fiel. Der letzte König wurde 1936 ins Exil geschickt und in Spanien wurde eine Republik ausgerufen. General Franco stürzte Spanien allerdings in einen drei Jahre dauernden Bürgerkrieg, der mit dem Sieg der Faschisten endete. Juan Carlos wurde 1975 nach dem Tod des Diktators Franco König von Spanien. 1978 überführte er Spanien in eine konstitutionelle Monarchie und machte damit Spanien zu einem demokratischen Staat. Ein Parlament aus zwei Kammern sieht die Verfassung von 1978 vor. Alle vier Jahre werden die Mitglieder des Abgeordnetenhauses gewählt. Der Senat besteht aus direkt gewählten Abgeordneten und Vertretern der 17 autonomen Regionen des Landes. Der regierende Monarch bildet das Staatsoberhaupt. Spanien zählt ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

Wirtschaft und Tourismus in Spanien

Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2005 1,1 Billionen US-Dollar und war damit das achthöchste der Welt. Die Wirtschaft Spaniens erlebte in den letzten Jahren einen anhaltenden Boom. Auf die Landwirtschaft entfielen 4 % und bildet eine wichtige Säule des Exports. Der Fischfang ist ebenfalls ein wichtiger Exportfaktor – Spanien verfügt über eine der größten Fischfangflotten der Welt. Knapp ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes werden durch den Industriesektor erwirtschaftet. Metall, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Agrarprodukte und Chemie stellen die wichtigsten Zweige der Industrie dar. Hauptsächlich im Norden Spaniens und in Madrid findet man Ansiedelungen des Industriezweiges. Von den Erwerbstätigen sind 31 % im Industriesektor beschäftigt. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet 67 % des Bruttoinlandproduktes. Den größten Anteil hat dabei der Tourismus.
Einer der wichtigsten europäischen Reiseländer ist Spanien. Mallorca, Ibiza und Gran Canaria stellen die beliebtesten Ferieninseln Spaniens dar. Ca. acht Millionen Touristen besuchen diese Inseln jährlich. Zahlreiche Wandermöglichkeiten findet man in der gebirgigen Gegend von Kantabrien, Asturien und Galicien. Granada, Sevilla und Malaga sind die weltberühmtesten Städte Spaniens. Die führende Weinbauregion des Landes findet man in La Rioja. Viele Kulturgüter und Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter findet man in Kastilien. In den Pyrenäen und in der Sierra Nevada findet man zahlreiche Wintersportmöglichkeiten. Ziele für Naturfreunde bieten die Nationalparks von Covadonga, Donana und Ovieda.

Verkehr in Spanien

Über ein sehr gut ausgebautes Schienen- und Straßennetz verfügt Spanien. Es gibt mehrere staatliche und private Fluggesellschaften und 20 internationale Flughäfen. Barcelona, Bilbao und Gijon gehören zu den wichtigsten Seehäfen Spaniens. Zwischen dem spanischen Festland, den Balearen und den Kanarischen Inseln bestehen zahlreiche Fährverbindungen.


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