Rumänien
Die Fläche von Rumänien beträgt 237500 km². Das bedeutet, dass bei 22,4 Millionen Einwohnern 95 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Rumänien ist Bukarest. Als Staatsform ist Rumänien eine Republik. Gesprochen wird in Rumänien vorwiegend Rumänisch, aber auch Ungarisch und Deutsch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 8300 US$ pro Einwohner. Die Währung von Rumänien heißt Leu (1 Leu = 100 Bani).
Naturlandschaft in Rumänien
Die Karpaten (Moldoveanu, 2544 m) und die sich im Westen anschließenden Banater- und Apusengebirge das Hochland von Siebenbürgen umrahmen im Zentrum des Landes. Anteil am Theißtiefland hat Rumänien im Westen des Landes. Das fruchtbare Tiefland der Walachei erstreckt sich im Süden bis zum Donaudelta und der Schwarzmeerküste. Im Osten am Pruth endet das Hügelland der Moldau.
Klima in Rumänien
In Rumänien herrscht ein überwiegend kontinentales Klima, das an der Schwarzmeerküste in ein milderes Klima übergeht. Die Sommer in Rumänien ist sonnig und niederschlagsreich, die Winter sind kühl und sehr schneereich. In Bukarest liegt die Durchschnittstemperatur im Januar bei – 3 Grad, im Juli bei 23 Grad.
Bevölkerung in Rumänien
Zu 90 % besteht die Bevölkerung aus Rumänen. Zu den Rumänen kommen Ungarn, Nachkommen deutscher Einwanderer (Siebenbürger, Sachsen), Ukrainer, Serben, Kroaten und Russen sowie etwa 400000 Roma. Rumänisch-orthodox sind 70 % der rumänischen Bevölkerung, je 6 % davon sind katholisch und protestantisch.
Geschichte und Politik in Rumänien
Unter der osmanischen Herrschaft im 14. Jahrhundert verloren die gebildeten Fürstentümer der Walachei, der Moldau und Siebenbürgens ihre Unabhängigkeit. Die Befreiung Bessarabiens, Siebenbürgens und der Bukowina brachte den Untergang des Osmanischen Reiches. Die Fürstentümer der Moldau und der Walachei vereinten sich 1859 und wurden 1881 als Königreich souverän. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Rumänien einen Teil seines Territoriums abtreten. 1947 wurde die Volksrepublik ausgerufen, die allerdings nur bis 1960 bestand. Nach dem Ende der Volksrepublik in Rumänien herrschte über 20 Jahre der Diktator Ceausescu. Im Jahre 1989 wurde der Diktator gestürzt. 1991 wurde Rumänien zur Republik. Aus Senat und Abgeordnetenhaus besteht das Zweikammerparlament Rumäniens. Für fünf Jahre wird der Präsident gewählt. Dies geschieht direkt vom Volk. Rumänien ist 2007 der Europäischen Union beigetreten.
Wirtschaft und Tourismus in Rumänien
Weiterhin befindet sich Rumänien in der Phase des Übergangs zu einer liberalen und rechtssicheren Marktwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2005 82 Milliarden US-Dollar. Einen noch immer sehr hohen Anteil am Bruttoinlandsprodukt hat die Landwirtschaft von Rumänien mit 14 %. Die Basis für die chemische und die Metall verarbeitende Industrie bilden die Bodenschätze. Die Industrie hat einen Anteil von 36 % am Bruttoinlandsproduktes des Landes. Textilerzeugnisse, Maschinen und Metallprodukte sind die Hauptexportgüter von Rumänien. Der Dienstleistungssektor trägt mit 50 % zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Vor allem in den Karpaten gibt es Wintersporteinrichtungen. Die in 1000 m geelegenen Orte Brasov und Poiana sind dabei die beliebtesten Wintersportorte. Die Tore zum Naturschutzgebiet Donaudelta bilden Sulina und Tulcea. Das Naturschutzgebiet Donaudelta erstreckt sich bis in die Ukraine und weist eine einmalige Flora und Fauna auf.
Das beliebteste Feriengebiet Rumäniens ist die Schwarzmeerküste. Auf eine antike Gründung geht die Hafenstadt Konstanza zurück. Wassersport- und Kureinrichtungen bieten die Seebäder Mamaia und Eforie. Die Hauptstadt Bukarest und die Bukowina bieten für die Touristen weitere Sehenswürdigkeiten – zum Beispiel die farbig bemalten Kirchen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Verkehr in Rumänien
Über 11365 km erstreckt sich das Eisenbahnnetz von Rumänien, wovon 3800 km elektrifiziert sind. Das Straßennetz beträgt insgesamt 153000 km, wobei nur die Hälfte asphaltiert ist. Die Binnenschifffahrtswege, die eine Länge von 1724 km haben, bedienen hauptsächlich den Schwarzmeerhafen Konstanza.