Peru
Die Fläche von Peru beträgt 1285216 km². Das bedeutet, dass bei 27,9 Millionen Einwohnern, 22 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Peru heißt Lima. Als Staatsform ist Peru eine Präsidialrepublik. In 25 Regionen gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Peru. Gesprochen wird in Peru vorwiegend Spanisch, aber auch Quechua und Aymará. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 6000 US$ pro Einwohner. Die Währung von Peru heißt Nuevo Sol (1 Nuevo Sol = 100 Céntimos).
Naturlandschaft in Peru
In drei Großlandschaften gliedert sich das Gebiet von Peru. Aus Wüste und Steppe besteht der 2300 km lange und 50 – 140 km breite Küstenstreifen, die Costa. Die Sierra wird von drei Hauptketten der Anden parallel zur Küste durchzogen. In einer Höhe von 3812 m liegt auf dem Hochland in Peru der abflusslose Titicacasee. Im nordöstlichen Tiefland zum Amazonas vereinigen sich die Hauptflüsse von Peru der Rio Maranón und der Rio Ucayali. Am Ostabfall der Anden liegt der Montana und geht im Norden in das Amazonasquellgebiet, die Selva, über.
Klima in Peru
Das Klima von Peru ist aufgrund der tropischen Lage relativ ausgeglichen und in der Küstenregion durch den kühlen Humboldtstrom bestimmt. In diesem Gebiet fallen im Durchschnitt nur 45 mm Jahresniederschläge. Kakteen und Dornensträucher wachsen in der Küstenwüste. Ein tropisch heißes Klima mit reichlich Niederschlägen hat die Montana. Tropischer Regenwald herrscht in diesem Gebiet und im östlichen Tiefland von Peru vor. Bis auf Höhen von 3500 m reichen in den Anden Wälder mit Palmen, Baumfarnen und Chinarindenbäumen vor. Alpine Kraut- und Grasmatten sowie Moore findet man in Höhen bis auf 4600 m. Pflanzenarme Stein- und Felsfluren dominieren in den hohen Lagen von Peru. Kondore, Alpakas, Lamas und Vikunjas leben im Hochland. Verschiedene Affen-, Reptilien- und Vogelarten sowie Jaguare, Pekaris, Tapire und Faultiere leben im östlichen Tiefland von Peru.
Bevölkerung in Peru
Die Bevölkerung von Peru setzt sich zu 47 % aus Indianern, zu 32 % aus Mestizen, zu 12 % aus Weißen sowie kleinen Minderheiten von Japanern, Mulatten und Chinesen zusammen. 89 % der Bevölkerung von Peru gehören dem katholischen Glauben an, 3 % sind Protestanten. Daneben gibt es Anhänger von Naturreligionen. 49 % der Menschen von Peru leben unterhalb der Armutsgrenze. Bei 70 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen von Peru. 11 % beträgt die Analphabetenrate. 71 % der Bevölkerung des Landes lebt in den Städten. Die Schulpflicht herrscht von 6 bis 15 Jahren, jedoch machen allerdings nur lediglich 20 % der Schüler einen Abschluss.
Geschichte und Politik in Peru
In Peru wurde bereits für das 2. Jahrtausend v. Christus eine Zivilisation nachgewiesen. Hochkulturen mit monumentalen Kultstätten wie Chavin de Huántar entstanden 1000 bis 300 v. Christus. Mächtige urbane Zentren, die sich oftmals bekriegten entstanden 200 und 600 nach Christus. Die Inkakultur, die nach der Landung der Spanier durch Francisoc Pizarro 1532/1533, endgültig aber im Jahre 1572 durch Francisco de Toledo trotz ihrer deutlichen militärischen Überlegenheit brutal zerstört wurde, entwickelte sich um 1200. 1739 wurde das Vizekönigreich Neugranada und 1776 das Vizekönigreich Río de la Plata vom Vizekönigreich Peru abgetrennt. 1821 setzten die Armeen Simón Bolívars und José de San Martins die Unabhängigkeit von Peru durch. Für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgten Salpeterfunde um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Jedoch endete der Aufschwung des Landes, nachdem der Salpeterkrieg 1884 verloren wurde. Zu Chile kamen die Provinzen Tarapacá und Arica. 1929 wurde Tacna wieder an Peru zurückgegeben. Zu einem Wirtschaftsaufschwung führten Kautschuk- und Erölfunde Anfang des 20. Jahrhunderts. 1973 verstaatlichte die Regierung die Abbaugebiete, bis dahin waren diese in ausländischem Besitz. Der Bürgerkrieg zwischen der Guerillabewegung „leuchtender Pfad“ und den Militärs prägte die 80er Jahre. Präsident Alejandro Toledo, der 2001 gewählt wurde, erreichte in Peru eine demokratische Stabilisierung und eine Stärkung der Menschenrechte. Das Staatsoberhaupt und das Einkammerparlament wird alle fünf Jahre gewählt. Mit dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Peru ihr Wahlrecht.
Wirtschaft und Tourismus in Peru
Das Bruttoinlandsprodukt von Peru betrug 2005 73 Milliarden US-Dollar, wovon 12 % auf die Landwirtschaft, 30 % auf die Industrie und 58 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Nahrungsmittel, industrielle Vorprodukte und Rohstoffe werden ins Ausland exportiert. Nach Peru eingeführt werden Maschinen, Transportmittel und Nahrungsmittel. Gold, Silber, Zink, Blei und Eisen werden kaum ausgebeutet.
Vor allem die alten Inkastädte von Peru stellen eine attraktive Touristenattraktion dar. Zwischen November und April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Peru.
Verkehr in Peru
Über 2041 km erstreckt sich das Schienennetz von Peru. Das Straßennetz erstreckt sich über 71400 km, wovon 7783 km asphaltiert sind. In Peru gibt es vier internationale Flughäfen.