Oesterreich
Die Fläche von Österreich beträgt 83870 km². Das bedeutet, dass bei 8,2 Millionen Einwohnern 97 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Österreich ist Wien. Als Staatsform ist Österreich eine Bundesrepublik. In 9 Bundesländer gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Österreich. Gesprochen wird in Österreich vorwiegend Deutsch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 32900 US$ pro Einwohner. Die Währung von Österreich heißt Euro (1 Euro = 100 Cent).
Naturlandschaft in Oesterreich
Mehr als die Hälfte des Staatsgebietes nehmen die Alpen ein und erreichen Gipfelhöhen von bis zu 3797 m, wie etwa der Großglockner. Einen Anteil am Pannonischen Becken sowie am Ungarischen Tiefland, in dem der Neusiedler See liegt, hat Österreich im Osten. Das Land wird auf rund 350 km von der Donau durchflossen. Dicht bewaldet sind die Bergregionen, die Tierbestände der höher gelegenen Regionen (Gämsen, Murmeltiere, Steinböcke), sind immer mehr gefährdet. Unter Naturschutz stehen knapp 24 % der Landesfläche von Österreich.
Klima in Oesterreich
Kontinental ist das Klima von Österreich geprägt und durch die verschiedenen Höhenlagen der Alpen in den jeweiligen Regionen unterschiedlich. Sehr kalt und schneereich sind die Winter, die Sommer sind im Osten und im Süden sehr warm. In der Hauptstadt Wien liegen die durchschnittlichen Temperaturen im Winter bei – 2 Grad und im Sommer bei 20 Grad.
Bevölkerung in Oesterreich
Zu mehr als 90 % besteht die Bevölkerung aus deutschsprachigen Österreichern. Kroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen und Roma bilden einige Minderheiten. Rund 9 % beträgt der Ausländeranteil an der österreichischen Bevölkerung. Die größte Gruppe bilden die Jugoslawen mit 35 %. Die Türken mit 20 % und Bosnier mit 10 % bilden weitere Minderheiten. Die meisten Österreicher sind Katholiken, 5 % sind Protestanten und 2 % sind Juden. Keiner Konfession gehören 9 % der Österreicher an.
Vorbildlich ausgebaut sind Sozial-, Renten- und Gesundheitswesen von Österreich. Die bedeutendste Universität von Österreich ist Wien, die 1365 errichtet wurde. Es gibt noch weitere 18 Universitäten.
Geschichte und Politik in Oesterreich
In der Zeit der großen Völkerwanderung war Österreich ein Durchzugsgebiet. Die Hallstattkultur begründeten die Kelten, die Römer erklärten die Donau in der Provinz Noricum zur Nordostgrenze ihres Imperiums. Österreich entwickelte es ab dem 12. Jahrhundert zum Kernland der habsburgischen Dynastie. Die Angehörigen der habsburgischen Dynastie trugen zeitweise auch die Kaiserkrone des Deutschen Reiches und mitbestimmten die Geschichte Europas entscheidend mit. Von den Niederlanden bis Sizilien reichte das Herrschaftsgebiet und dehnte sich im 17. Jahrhundert nach dem Krieg gegen die Osmanen immer weiter nach Osten aus. Ab 1867 bildete Österreich mit Ungarn eine Doppelmonarchie, in der immer wieder Nationalitätenkonflikte ausbrachen.
Einer der Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges war die Ermordung des Thronfolgerpaares 1914 in Sarajevo. Der Erste Weltkrieg endete mit der Zerschlagung des riesen Reiches. 1918 wurde die aristokratische Herrschaftsstruktur abgeschafft und eine Republik gegründet. 1920 wurde eine Verfassung eingeführt, die einen Staat auf föderativer Basis begründet.
Der Anschluss von Österreich an das Dritte Reich erfolgte im Jahre 1938. In vier Besatzungszonen wurde Österreich 1945 aufgeteilt, bis 1955 mit einem Staatsvertrag die Besatzung aufgehoben wurde. Der Staatsvertrag verpflichtete Österreich zur immerwährenden Neutralität. Die Verfassung von 1920, die 1945 wieder in Kraft trat, sieht ein Zweikammerparlament vor, das sich aus dem Nationalrat und dem Bundesrat zusammensetzt. Die Vertreter werden von den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg entsendet. Alle sechs Jahre wird der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt. Österreich ist seit 1995 Mitglied der EU und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Wirtschafts- und Währungsunion. Der Sitz mehrerer UNO-Organisationen und der OPEC ist Wien.
Wirtschaft und Tourismus in Oesterreich
Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2005 313 Milliarden US-Dollar und zeigt ein Wachstum von 2 %. Die Landwirtschaft kann den Eigenbedarf der Österreicher zu 90 % decken und trägt 1,5 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Angebaut wird vor allem Getreide, Wein und Kartoffeln. Ausgeführt werden Überschüsse, die vor allem in der Milchwirtschaft vorkommen. Der Industriesektor hat einen Anteil von 31 %. Der wichtigste Rohstoff ist Eisenerz. 30 % der Arbeitnehmer sind im Bereich des Industriesektors beschäftigt. Aus den Bereichen Maschinenbau und Metallproduktion sowie Holz- und Papierherstellung stammen die Hauptausfuhrgüter. Der Dienstleistungssektor trägt zu 67 % zum Bruttoinlandsprodukt bei – alleine der Tourismussektor nimmt dabei 8 % ein.
Zu den wichtigsten Reiseländern Europas zählt Österreich. In den Alpengebieten der Bundesländer Salzburg, Tirol, Kärnten und Vorarlberg gibt es viele Ski-, Wander- und Klettermöglichkeiten. Die Seen im Salzkammergut und in Kärnten und der Neusiedler See im Burgenland sehr bei den Touristen sehr beliebt. Zahlreiche, bedeutende Stiftsbauten, Kirchen und Klöster findet man in ganz Österreich. Das Salzbergwerk in Hallstatt, das das älteste der ganzen Welt ist, ist ein weiteres Highlight für den Tourismus. Eine beeindruckende kulturelle Vielfalt bietet Wien mit bedeutenden Museen, Theater und Kunstsammlungen.
Verkehr in Oesterreich
Als wichtiges Transitland hat Österreich ein hervorragend ausgebautes Verkehrsnetz. Über eine Länge von 130000 km erstreckt sich das Straßennetz. Für die Benutzung von Schnellstraßen und Autobahnen sind Mautgebühren zu entrichten. Über eine Länge von 5600 km erstreck sich das Schienennetz von Österreich. In Linz und Wien befinden sich die wichtigsten Häfen der Donau, die auf ihrer gesamten Länge schiffbar ist. Der bedeutendste internationale Flughafen Österreichs ist Wien-Schwechat.