Nordkorea
Die Fläche von Nordkorea beträgt 120538 km². Das bedeutet, dass bei 22,7 Millionen Einwohnern, 186 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Nordkorea heißt Pjöngjang. Als Staatsform ist Nordkorea eine Volksrepublik. In 9 Provinzen und 2 Stadtbezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Nordkorea. Gesprochen wird in Nordkorea vorwiegend Koreanisch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 1800 US$ pro Einwohner. Die Währung von Nordkorea heißt Won (1 Won = 100 Chon).
Naturlandschaft in Nordkorea
Nordkorea hat im Norden Anteil am asiatischen Festland, die Ostküste fällt steil zum Japanischen Meer hin ab. Großteils ist Nordkorea gebirgig mit Höhe bis zu 2541 m. In südwestlicher Richtung wird Nordkorea jedoch immer flacher. Durch die starke Industrialisierung haben die Flora und Fauna von Nordkorea großen Schaden genommen.
Klima in Nordkorea
In Nordkorea herrscht ein kühl-gemäßigtes Monsunklima mit niedrigen Temperaturen im Winter und großen Niederschlagsmengen in den Sommermonaten. In der Hauptstadt Pjöngjang liegen die durchschnittlichen Temperaturen im Januar bei -8 Grad und im Juli bei 24 Grad.
Bevölkerung in Nordkorea
Die Bevölkerung von Nordkorea besteht fast zu 100 % aus Koreanern. Daneben findet man eine kleine chinesische Minderheit. 68 % der Bevölkerung von Nordkorea sind konfessionslos, da Religion im öffentlichen Leben kaum eine Rolle spielt. Von schweren Hungersnöten wird Nordkorea seit 1994 durch Missernten, Überflutungen und fehlender Hilfsprogramme heimgesucht. Nach Schätzungen der Hilfsorganisationen verhungerten ca. drei Millionen Menschen in den letzten Jahren. In einem katastrophalen Zustand befindet sich ebenfalls das Gesundheitswesen von Nordkorea. Für die Rüstung wird in Nordkorea allerdings sehr viel Geld ausgegeben, somit zählt Nordkorea zu einem der am stärksten aufgerüsteten Staaten der Erde. Die Demokratische Volksrepublik ist derzeit sehr stark isoliert.
Geschichte und Politik in Nordkorea
Durch die gespannte Lage zwischen den Mächten Japan und China ist die Geschichte Nordkoreas jeher geprägt. Bis 1945 wurde das Land durch die Japaner besetzt – anschließend durch sowjetische und amerikanische Truppen. 1948 rief der Norden Koreas eine Demokratische Volksrepublik aus. Den Beginn des Koreakrieges markierte eine Überraschungsinvasion nordkoreanischer Truppen in Südkorea im Jahr 1950. Unter der Führung der USA starteten UN-Truppen einen Gegenangriff. Durch chinesische und sowjetische Truppen wurde im Verlauf der Auseinandersetzungen Nordkorea unterstützt. Die ursprüngliche Grenze wurde beim Waffenstillstand 1953 beibehalten. Nach einer anfänglichen Annäherung an die Volksrepublik China und die Sowjetunion isoliert sich Nordkorea immer mehr und beharrte auf politisch-ideologischer und wirtschaftlicher Selbstständigkeit. Allerdings kam es entlang der Pufferzone, die seit 1953 besteht, immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Südkorea. Auf dem historischen Gipfeltreffen der beiden koreanischen Staatschefs Kim Jong II und Kim Dae Jung im Juni 2000 in Pjöngjang führte zu ersten Annäherungsversuchen zwischen Nordkorea und Südkorea. Allerdings blieben diese Annäherungsversuche nur von kurzer Dauer.
Wirtschaft und Tourismus in Nordkorea
Das Bruttoinlandsprodukt von Nordkorea betrug 2004 20,8 Milliarden US-Dollar, wovon 27 % auf die Landwirtschaft, 40 % auf die Industrie entfielen und 33 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Durch die Landwirtschaft kann der Eigenbedarf des Landes kaum gedeckt werden. Nur durch aufwändige internationale Hilfsaktionen kann die Ernährung der Bevölkerung gewährleistet werden. Auf Bodenschätze (Kohle, Graphit, Eisen, Gold, Silber, Blei und Zink) basiert die Schwerindustrie von Nordkorea. Für den Export werden Stahl, Industriemineralien und Produkte des Maschinenbaus und Rüstungsgüter hergestellt.
Nach Nordkorea sind keine Individualreisen möglich. Die Hauptstadt Pjöngjang mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Palästen und Museen sowie die alte Hauptstadt Kaesong nahe der Grenze zu Südkorea sind die Zentren des kaum entwickelten Fremdenverkehrs.
Verkehr in Nordkorea
Über eine Länge von 5000 km, wovon 3500 km elektrifiziert sind, erstreckt sich das Schienenetz von Nordkorea und hat damit Anschluss an Russland und China. Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 31000 km und ist kaum asphaltiert. Jedoch werden mit dem Straßennetz alle wichtigen Städte von Nordkorea durch regen Busverkehr miteinander verbunden. In Pjöngjang befindet sich der einzige internationale Flughafen des Landes. Die wichtigsten Seehäfen findet man in Namp`o, Chongjin und Wonsan.