Myanmar (Birma)

Die Fläche von Myanmar (Birma) beträgt 678500 km². Das bedeutet, dass bei 42,9 Millionen Einwohnern, 75 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Myanmar (Birma) heißt Yangon. Als Staatsform ist Myanmar (Birma) eine Republik. In 7 Staaten und 7 Bezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Myanmar (Birma). Gesprochen wird in Myanmar (Birma) vorwiegend Birmanisch aber auch einige Lokalsprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 1800 US$ pro Einwohner. Die Währung von Myanmar (Birma) heißt Kyat (1 Kyat = 100 Pyas).

Naturlandschaft in Myanmar (Birma)

An den Grenzen ist Myanmar (Birma) von hohen Gebirgen umrahmt und öffnet sich zur Küste hin. Im Südwesten des Landes befindet sich die höchste Erhebung, der 5881 m hohe Hkakabo Razi. Das Stromgebiet des Irawadi liegt östlich, der als Delta im Golf von Martaban endet und für die Bewässerung eines der größten Reisanbaugebiete der Welt sorgt.

Klima in Myanmar (Birma)

In den einzelnen Regionen von Myanmar (Birma) findet man ein unterschiedliches Klima. Im Norden ist das Klima subtropisch geprägt und in Küstennähe ist es äquatorial. In den Ebenen liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei 27 Grad.

Bevölkerung in Myanmar (Birma)

Die Bevölkerung von Myanmar setzt sich zu 71 % aus Birmanen, 6,2 % aus Karen, 8,5 % aus dem Volk der Shan, die ein teilweise autonomes Gebiet bewohnen, 4,3 % aus Rakhinen und 2,4 % aus Mon und anderen kleinen ethnischen Minderheiten. Die Bevölkerung besteht zu 90 % aus Buddhisten, daneben gibt es Christen und Sunniten. Im Landeszentrum leben die Birmanen. In den Grenz- und Randgebieten leben die Minderheiten von Myanmar (Birma).

Geschichte und Politik in Myanmar (Birma)

Im 8. Jahrhundert wurde das Reich von Birmanen besiedelt und von den Mongolen im 13. Jahrhundert erobert. Mit der Einigung des Landes unter einer birmanischen Dynastie im Jahr 1752 endeten die Machtkämpfe verschiedener Herrscherhäuser. Unter britischer Herrschaft stand Myanmar (Birma) von 1866 bis 1948. Seit 1962 wird jede Demokratie durch das Militär verhindert. Aus diesem Grund brechen in Myanmar (Birma) immer wieder bewaffnete Aufstände und bürgerkriegsähnliche Unruhen aus. Ein mit Militärs besetzter Nationalkonvent regiert seit 1993 Myanmar (Birma).

Wirtschaft und Tourismus in Myanmar (Birma)

Das Bruttoinlandsprodukt von Myanmar (Birma) betrug 2005 9 Milliarden US-Dollar, wovon 57 % auf die Landwirtschaft, 9 % auf die Industrie und 34 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. In der Landwirtschaft werden hauptsächlich Reis, Hülsenfrüchte und Bohnen angebaut. Diamanten, Erdgas und Holz gehören zu den wichtigsten Exportgütern von Myanmar (Birma). Nennenswerte Einnahmen erzielt Myanmar auch durch die Opiumplantagen im „Goldenen Dreieck“.
Vor allem die buddhistischen Kulturdenkmäler in der Hauptstadt Yangon und der Tempelstadt Pagan sowie Mandalay sind von großem touristischen Interesse. Auf dem Shan-Plateau gelegene Region im mittleren Nordwesten ist landschaftlich besonders reizvoll. Allerdings erhalten Touristen ein begrenztes Visum, das nur für 14 Tage gilt.

Verkehr in Myanmar (Birma)

Im Umkreis der Städte ist das Straßennetz gut ausgebaut. Die Eisenbahn ist das Hauptverkehrsmittel von Myanmar (Birma). Viele Teile des Landes können mit der Eisenbahn erreicht werden, dessen Züge stammen teilweise noch aus der Vorkriegszeit. Das Flugnetz von Myanmar (Birma) ist dagegen sehr gut ausgebaut. Den internationalen Flughafen des Landes findet man in der Hauptstadt Yangon.


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