Mongolei

Die Fläche der Mongolei beträgt 1565000 km². Das bedeutet, dass bei 2,8 Millionen Einwohnern, 2 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt der Mongolei heißt Ulan Bator. Als Staatsform ist die Mongolei eine Republik. In 21 Provinzen und 1 Bezirk, der Hauptstadt Ulan Bator, gliedert sich das Verwaltungsgebiet der Mongolei. Gesprochen wird in der Mongolei vorwiegend Mongolisch, aber auch Kasachisch, Russisch und einige Minderheitensprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2200 US$ pro Einwohner. Die Währung der Mongolei heißt Tugrik (1 Tugrik = 100 Mongo).

Naturlandschaft in der Mongolei

Die Mongolei liegt im Zentrum von Ostasien. Im Westen wird die Mongolei vom Altaigebirge mit Höhen von bis zu 4300 m und dem Changaigebirge beherrscht. Den Osten der Mongolei nehmen Hochländer mit Höhen von 1000 bis 1500 m ein. Von Taigavegetation ist der Nordosten der Mongolei geprägt. Von Gebirgswüsten- und Steppenvegetation wird das restliche Staatsgebiet beherrscht. Im Süden geht das Gebiet in die Wüste Gobi über. Aus Grassteppe bestehen vier Fünftel der Mongolei, die als Weideland für Schafe, Zeigen und Rinder genutzt wird. Die beiden Flüsse Selenga und Kerulen sind die wichtigsten Gewässer der Mongolei.

Klima in der Mongolei

In der Mongolei herrscht ein extrem kontinentales und trockenes Klima. Die mittleren Temperaturen liegen im Winter zwischen -26 und -18 Grad. Durchschnittstemperaturen von 17 bis 23 Grad werden in den nur kurzen Sommern gemessen. In der Wüste werden allerdings Temperaturen bis zu 50 Grad gemessen. Die hohe Anzahl von etwa 260 klaren, sonnigen Tagen im Jahr ist sehr außergewöhnlich.

Bevölkerung in der Mongolei

Die Bevölkerung der Mongolei besteht zu 90 % aus Mongolen, die weitgehend noch in traditioneller Lebensweise als Nomaden leben. Weitere Minderheiten bilden Kasachen, Russen und Chinesen. Der tibetische Buddhismus ist die vorherrschende Religion in der Mongolei, daneben gibt es Minderheiten von Muslimen mit 4 %. Die Mongolen sind in der Mehrheit allerdings konfessionslos. Der Bildungssektor, das Sozial- und Gesundheitswesen sind gut ausgebaut.

Geschichte und Politik in der Mongolei

1206 wurde das schon lange von nomadischen Reitervölkern besiedelte Gebiet der Mongolei geeint und bildete das Zentrum eines Großreiches das von China bis Osteuropa reichte. Im Jahr 1368 wurde die mongolische Yuan-Dynastie gestürzt und das Land wurde bedeutungslos und gelangte unter chinesische Herrschaft. Die Äußere Mongolei trennte sich im Jahr 1924 von China und bildete 1924 eine Mongolische Volksrepublik. Hingegen verblieb die Innere Mongolei bei China. 1992 wurde, im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion, nach Großdemonstrationen ein Mehrparteiensystem eingeführt und die Republik Mongolei ausgerufen. Von einem Einkammerparlament, dessen Mitglieder alle vier Jahre gewählt werden, wird die Mongolei regiert. Für vier Jahre wird der Präsident direkt vom Volk gewählt.

Wirtschaft und Tourismus in der Mongolei

Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2005 1,8 Milliarden US-Dollar, wovon 21 % auf die Landwirtschaft, 29 % auf die Industrie und 50 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Die traditionelle Tierhaltung mit Schafen, Ziegen, Rindern, Kamelen und Pferden überwiegt weiterhin in der Landwirtschaft der Mongolei. Von der Landesfläche kann lediglich 1 % als Ackerland verwendet werden. Angebaut werden Getreide, Gemüse und Futtermittel. Die Basis für die Industrie bilden die reichen Ressourcen an Kohle, Erdöl, Kupfer, Molybdän, Gold und Zinn. Für den Export werden in der Industrie auch Agrarprodukte (Nahrungsmittel und Kaschmirwolle) verarbeitet.
Für den Tourismus ist die Mongolei so gut wie gar nicht erschlossen. Es sind keine Hotels oder ähnliche Einrichtungen vorhanden. Der einzige Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr bilden die Wüsten- und Jagdexpeditionen, die von der Hauptstadt Ulan Bator starten. Die Hauptstadt Ulan Bator und die Ruinen der im 13. Jahrhundert gegründeten Stadt Karakorum bilden die wenigen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Verkehr in der Mongolei

An die Transsibirische Eisenbahn ist das über 1928 km lange Schienennetz über Ulan Bator verbunden. Das Straßennetz, dass sich über eine Länge von 46470 km erstreckt, ist nur zum einem kleinen Teil asphaltiert. Die Straßen bestehen vorwiegend aus Pisten, die mit Bussen und Lkws befahren werden. Die weit auseinander liegenden Siedlungsgebiete werden durch insgesamt acht Flughäfen miteinander verbunden. In Ulan Bator liegt der einzige internationale Flughafen der Mongolei.


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