Kongo, Demokratische Republik
Die Fläche von Kongo, demokratischer Republik beträgt 2345410 km². Das bedeutet, dass bei 60 Millionen Einwohnern, 22 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Kongo, demokratischer Republik heißt Kinshasa. Als Staatsform ist der Kongo, demokratische Republik eine Präsidialrepublik. In 10 Regionen und 1 Bezirk (Hauptstadt) gliedert sich das Verwaltungsgebiet des Kongo, demokratische Republik. Gesprochen wird im Kongo, demokratische Republik vorwiegend Französisch. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 800 US$ pro Einwohner. Die Währung des Kongo, demokratische Republik heißt Kongo-Franc (1 Kongo-Franc = 100 Centimes).
Naturlandschaft in Kongo, Demokratische Republik
Ein schmaler Streifen, der das Landesinnere mit dem Atlantik verbindet, folgt der relativ kleinen Küstenebene die von der Mündung des Kongo geprägt ist. Das Kongobecken, der von Regenwäldern bewachsen ist, nimmt den Großteil der Landesfläche des Kongo, demokratische Republik ein. Weite Grassavannen erstrecken sich im Norden des Landes. Vulkanische Gebirge und der Tanganjikasee bilden die Ostgrenze des Landes.
Klima in Kongo, Demokratische Republik
In Norden des Kongo, demokratische Republik bewirkt das Tropenklima ganzjährig gleich bleibende Temperaturen von durchschnittlich 25 Grad und führt zu Niederschlagsmengen von etwa 2000 mm. Die Temperaturen schwanken im Süden des Kongo, demokratische Republik deutlich und es fallen von September und Mai 1200 bis 1500 mm Niederschläge. Die typische Regenwaldflora und die Fauna in einem noch relativ ursprünglichen Zustand findet man im Kongobecken. Dort wachsen 8000 bis 10000 verschiedenen Pflanzenarten in einem komplizierten Ökosystem, das durch kommerzielle Holzwirtschaft bisher lediglich in kleinen Gebieten zum Sekundärwald gemacht wurde. Zahlreiche Edelhölzer findet man unter den 600 Holzarten. Auch heute noch gibt es große Bestände von Affenbrotbäumen, Mahagoni-, Afrikanische Waldnuss- und Limba-Bäumen. Die Landschaft in Kongo, demokratische Republik geht mit zunehmenden Abstand vom Äquator in Savannen und Grasflächen über. Berg- und Nebelwälder wachsen in en Bergregionen des Ostens, ausgedehnte Sümpfe erstrecken sich in den Überschwemmungsgebieten. In den sieben großen Nationalparks des Landes ist die äußerst artenreiche Tierwelt geschützt. Okapis, Gorillas und Schimpansen gehören zu den Bewohnern des Regenwaldes. Zebras, Löwen, Elefanten, Büffel, Giraffen und Breitmaulnashörner gehören zu den Bewohnern der Savannen des Kongo, demokratische Republik. In den Gewässern findet man Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Fischarten, insbesondere Buntbarsche. Einen besonders großen Artenreichtum weist die Vogelwelt des Landes auf.
Bevölkerung in Kongo, Demokratische Republik
Die Bevölkerung des Kongo, demokratische Republik setzt sich aus 250 Ethnien zusammen, wobei die Bantu-Gruppen am stärksten vertreten sind. 18 % der Bevölkerung sind Luba, 16 % Kongo, 13 % Mongo und 10 % Rwanda. Weiters gibt es Minderheiten von Pygmäen und Europäern. Zum katholischen Glauben gehören 42 %, Protestanten sind 25 % und 15 % sind Anhänger anderer christlicher Glaubensrichtungen, 2 % sind Muslime und weitere Minderheiten gehören verschiedenen Naturreligionen an. Bei 53 Jahren liegt die Lebenserwartung der Menschen des Kongo, demokratische Republik. 33 % beträgt die Analphabetenrate.
Geschichte und Politik in Kongo, Demokratische Republik
Die Portugiesen entdeckten das heutige Kongo schon im Jahr 1482, jedoch blieb das Land bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gänzlich unberührt. Der „Unabhängige Kongostaat“ wurde 1885 nach der Berliner „Kongo-Konferenz“ geschaffen. Der „Unabhängige Kongostaat“ gehörte zum Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II. Der Sklavenhandel wurde abgeschafft. Eine belgische Kolonie wurde der Kongo, demokratische Republik im Jahr 1908. Im Jahr 1960 wurde das Land unabhängig. Danach waren jedoch Putsche, politische Morde, immer wieder neu aufkommende Sezessionsbestrebungen sowie eine alle Bereiche des politischen und wirtschaftlichen Lebens bestimmende Korruption an der Tagesordnung. Sese Seko Mobutu konnte sich 1965 durch alle Widersacher durchsetzen und etablierte ein autoritäres, korruptes Terrorregime, in dem trotz des Reichtums des Landes weite Teile der Bevölkerung in Armut lebten. Mobutu hielt sich 30 Jahre lang an der Macht und benannte das Land in Zaire um. Laurent-Désiré Kabila stürzte nach einem 30 Jahre langen Bürgerkrieg den kranken Diktator 1997 und machte aus Zaire die Demokratische Republik Kongo. Nach US-amerikanischen Vorbild wurde eine Verfassung ausgearbeitet, doch die versprochene Demokratisierung fand nicht statt. Kabila wurde 2001 bei einem Attentat getötet. Sein Sohn Joseph Kabila übernahm kurz darauf die Regierungsgeschäfte. 2006 fand eine Präsidentenwahl statt, die von UN-Truppen überwacht wurden.
Wirtschaft und Tourismus in Kongo, Demokratische Republik
Kongo, demokratische Republik zählt trotz der reichhaltigen Bodenschätzen zu den ärmsten Staaten der Erde. Im Land gibt es keinen akzeptablen Haushaltsplan, dadurch ist Kongo, demokratische Republik für ausländische Investoren nicht interessant.
Das Bruttoinlandsprodukt des Kongo, demokratische Republik betrug 2005 7 Milliarden US-Dollar wovon 59 % auf die Landwirtschaft, 15 % auf die Industrie und 26 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Maschinen, Halbfertigwaren, Nahrungsmittel und Brennstoffe werden in den Kongo, demokratische Republik eingeführt. Zu den Hauptexportgütern zählen Diamanten, Rohöl, Kupfer, Kobalt und Kaffee.
Es gibt in Kongo, demokratische Republik aufgrund der politischen Lage keine touristische Infrastruktur.
Verkehr in Kongo, Demokratische Republik
Über 5138 km erstreckt sich in Kongo, demokratischer Republik das Schienennetz, wovon allerdings nur 858 km elektrifiziert sind. Das Straßennetz hat eine Länge von 145000 km, wovon lediglich 2500 km asphaltiert sind. In Kinshasa, Lumbumbashi, Bukavu, Goma und Kisangani findet man die internationalen Flughäfen des Landes.