Kenia
Die Fläche von Kenia beträgt 582646 km². Das bedeutet, dass bei 33,8 Millionen Einwohnern, 54 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Kenia heißt Nairobi. Als Staatsform ist Kenia eine Präsidialrepublik. In 7 Provinzen und einen Distrikt, der Hauptstadt, gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Kenia. Gesprochen wird in Kenia vorwiegend Kisuaheli, aber auch Englisch und einige Stammessprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 1200 US$ pro Einwohner. Die Währung von Kenia heißt Kenyan-Shilling (1 Kenyan-Shilling = 100 Cents).
Naturlandschaft in Kenia
Kenia ist in vier Hauptlandschaften geteilt und liegt direkt am Äquator. Die vier Hauptlandschaften teilen sich in eine trockene Ebene im Nordosten mit Dornbuschvegetation, in das unfruchtbare Gebirgsvorland im Nordwesten um den Turkanasee und den Südosten mit Baum- und Dornstrauchsavannen sowie in das bis auf über 3000 m ansteigende Hochplateau. Weite Teile des Hochlands und die Savanne werden von Großwildherden (Nashörner, Zebras, Elefanten, Antilopen, Büffel und Giraffen) und von Raubtieren (Löwen, Geparden) bevölkert.
Klima in Kenia
In Kenia herrscht ein tropisches und feuchtheißes Klima. Für längere Trockenperioden sorgt der Monsun. Das Hauptsiedlungsgebiet von Kenia ist der gemäßigte Westen. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in der Hauptstadt Nairobi, die auf einer Höhe von 1670 m liegt, bei 20 Grad.
Bevölkerung in Kenia
Aus rund 40 Bantugruppen und nilotischen Stämmen setzt sich die Bevölkerung von Kenia zusammen. Die wichtigsten Gruppen der Bevölkerung des Landes sind mit 22 % Kikuyu, 14 % Luhya, 13 % Luo, 12 % Kalenjin, 11 % Kaamba sowie mit jeweils 6 % Anteil an der Gesamtbevölkerung die Kisii und die Meru. 60 % der Bevölkerung gehört dem christlichen Glauben an, ca. 25 % sind Anhänger von Naturreligionen. Weitere religiöse Minderheiten sind Juden, Hindus und Muslime. Bei 50 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Kenia. 10 % beträgt im Land die HIV-Infektionsrate. Weiters gibt es etwa 40 % Analphabeten.
Geschichte und Politik in Kenia
Die ehemalige britische Kolonie Kenia erhielt 1963 ihre volle Unabhängigkeit und erklärte sich zur Republik. Jomo Kenyatta wurde erster Präsident des Landes und regierte bis 1978. Im Anschluss an den Präsidenten wurde ein Einparteiensystem installiert, das allerdings auf Druck der ausländischen Entwicklungshilfegeber seit 1982 zu Gunsten einer demokratischen Strukturierung der Parteienlandschaft aufgeweicht. Die ersten freien Wahlen gab es im Jahr 1992. Mwai Kibaki wurde 2002 von der Bevölkerung zum Präsidenten gewählt. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre vom Volk direkt gewählt und das Parlament ebenfalls alle fünf Jahre.
Wirtschaft und Tourismus in Kenia
Das Bruttoinlandsprodukt von Kenia betrug 2005 17 Milliarden US-Dollar, wovon 27 % auf die Landwirtschaft, 17 % auf die Industrie und 56 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Rund drei Viertel der Bevölkerung sind im Agrarsektor beschäftigt. Für den Export liefert die Landwirtschaft vor allem Tee, Kaffe, Gemüse und Gartenbauprodukte. Die Industrie (Textilien, Tabak, Papier, Ölindustrie) soll durch umfangreiche Privatisierungsmaßnahmen gefördert werden. Der Tourismus ist der zweitgrößte Devisenbringer von Kenia. Eine immer wichtigere Rolle spielt auch die Telekommunikation.
Die Nationalparks mit ihren Großwildarten sind die Hauptattraktion von Kenia. Der Masai-Mara-, der Amboseli- und der Meru-Nationalpark sind die berühmtesten des Landes. Das Zentrum des Landes ist die Hauptstadt Nairobi. Eine sehenswerte, arabisch geprägte Altstadt hat die alte Hafenstadt Mombasa. Der Victoriasee und der Lamu-Archipel sind weitere wichtige Tourismusziele von Kenia.
Verkehr in Kenia
Quer durch Kenia läuft eine Eisenbahnlinie. Über 63800 km erstreckt sich das Straßennetz, wovon 8800 km asphaltiert sind. Der rege nationale Flugverkehr schließt auch Charterflüge für Safaris ein. Drei Flughäfen von den insgesamt 29 Flughäfen bieten Anschlüsse zu internationalen Flughäfen. Die Hauptstadt Kenias ist die Drehscheibe Ostafrikas.