Kamerun

Die Fläche von Kamerun beträgt 475442 km². Das bedeutet, dass bei 16,3 Millionen Einwohnern, 33 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Kamerun heißt Yaoundé. Als Staatsform ist Kamerun eine Präsidialrepublik. In 10 Provinzen gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Kamerun. Gesprochen wird in Kamerun vorwiegend Französisch, aber auch Englisch und Bantu-Sprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2000 US$ pro Einwohner. Die Währung von Kamerun heißt CFA-Franc (1 CFA-Franc = 100 Centimes).

Naturlandschaft in Kamerun

Das Vulkanmassiv des Kamerunberges, das Höhen von bis zu 4000 m erreicht, ragt westlich eines schmalen Tieflandstreifens, der so genannten „Kamerunlinie“ auf. Vulkanischen Ursprungs sind auch einige Inseln, die Kamerun vorgelagert sind. Im Süden folgt auch die sumpfige Küstenebene eine niedrige Plateaulandschaft, die im Südosten ins Kongobecken übergeht. In der Landesmitte von Kamerun findet man da Adamaoua-Hochland, das Erhebungen von bis zu 2500 m aufweist. In nördlicher Richtung fällt das Hochland zum Tschadsee hin ab.

Klima in Kamerun

Ein wechselfeuchtes Tropenklima herrscht im Süden von Kamerun mit Niederschlagsmengen von 4000 bis 5000 mm. Durchschnittlich 26 Grad werden an der Küste gemessen. Mit einer Niederschlagsmenge von über 10000 mm gehört die Region um den Kamerunberg zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Während einer vergleichsweise kurzen Regenzeit im äußersten Norden von Kamerun fallen nur 500 mm Niederschläge und die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 10 und 40 Grad. Temperaturen von 22 Grad herrschen im zentralen Hochland mit einer Niederschlagsmenge von 1500 mm. Sümpfe und Mangroven findet man an der Küste. Von tropischem Regenwald ist der Süden von Kamerun bedeckt. Durch Baumsavannen die in Grassavannen und Steppen übergehen, ist Zentralkamerun bedeckt. Paviane, Giraffen, Nashörner, Löwen, Elefanten und Büffel sind typische Savannenbewohner. Menschenaffen sowie zahlreiche Vogelarten leben in den Regenwäldern von Kamerun.

Bevölkerung in Kamerun

Die Bevölkerung von Kamerun besteht aus 200 ethnischen Gruppen. Die größten Gruppen sind mit 40 % Bantu, 20 % Semibantu und Adamawa, Haussa, Fulbe, Pygmäen und eine europäische Minderheit. 53 % der Bevölkerung sind Christen, 22 % Muslime. Daneben gibt es viele Anhänger von Naturreligionen. Bei 51 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Kamerun. Bei 73 % liegt die Analphabetenrate.

Geschichte und Politik in Kamerun

1470 landeten die Portugiesen in Kamerun. Skandinavier, Holländer, Briten und Portugiesen betrieben von hier aus einen über 300 Jahre anhaltenden schwunghaften Sklavenhandel. Kamerun wurde 1884 eine deutsche Kolonie. Die Briten und Franzosen teilten sich die Region nach dem Ersten Weltkrieg. Der französische Teil von Kamerun wurde 1960 unabhängig. 1961 folgte der britische Teil. Unter dem Zeichen der Herrschaft Präsident Ahmadou Ahidjos, der eine zentralistische Politik verfolgte, stand die nachkoloniale Zeit. Sein Nachfolger Paul Biya versuchte nach dem Rücktritt Ahmadou Ahidjos 1982 scheinbar demokratische Reformen durchzusetzen. Parlament und Staatsoberhaupt werden, laut der Verfassung von 1972, alle fünf Jahre direkt gewählt. Ab dem 20. Lebensjahr erhalten die Staatsbürger von Kamerun das Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus in Kamerun

Kamerun gilt trotz eines erheblichen Nord-Süd-Gefälles als einer der reichsten Staaten Subsahara-Afrikas. Das Bruttoinlandsprodukt von Kamerun betrug 2005 15 Milliarden US-Dollar, wovon 39 % auf die Landwirtschaft, 23 % auf die Industrie und 38 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Erdöl, Kaffee, Holz und Kakao gehören zu den Hauptexportprodukten des Landes.
Der Tourismus in Kamerun entwickelt sich nur langsam. Zwischen November und April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Kamerun.

Verkehr in Kamerun

Über 71000 km erstreckt sich das Straßennetz von Kamerun, wovon lediglich 2800 km asphaltiert sind. Eine Länge von 1115 km hat das Eisenbahnnetz. Den bedeutendsten See- und Flughafen hat Douala.


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