Jamaika
Die Fläche von Jamaika beträgt 10990 km². Das bedeutet, dass bei 2,7 Millionen Einwohnern, 244 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Jamaika heißt Kingston. Als Staatsform ist Jamaika eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth. In 14 Bezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Jamaika. Gesprochen wird in Jamaika vorwiegend Englisch, aber auch Patois. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 4300 US$ pro Einwohner. Die Währung von Jamaika heißt Jamaika-Dollar (1 Jamaika-Dollar = 100 Cents).
Naturlandschaft in Jamaika
Die Insel Jamaika wird von Westen nach Osten von einem mächtigen Faltengebirge durchzogen. Der 2256 m hohe Blue Mountain Peak ist der höchste Berg von Jamaika. Rund zwei Drittel der Fläche nehmen verkarstete Kalksteinplateaus ein. Von Sümpfen im Süden und von Sandstränden im Norden sind die schmalen Küstenstreifen geprägt.
Klima in Jamaika
In Jamaika herrscht ein tropisch warmes Klima, das von der Nordostpassat bestimmt wird. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 27 Grad. 2500 – 5000 mm Niederschläge fallen in den nördlichen Gebirgsregionen von Jamaika, im Süden fallen lediglich 800 mm. Zu verheerenden Wirbelstürmen kommt es oft im Spätsommer. Savannenvegetation herrscht auf den Kalksteinplateaus vor, auf den Gebirgshängen immergrüner Regenwald und in den höheren Regionen Berg- und Nebelwald. In Jamaika leben neben einer artenreichen Vogel- und Reptilienwelt, Mungos und Fledermäuse, die in Jamaika ursprünglich nicht heimisch waren.
Bevölkerung in Jamaika
Die Bevölkerung von Jamaika besteht zu 76 % aus Schwarzen, zu 15 % aus Mulatten, zu 1,3 % aus Inder, zu 0,2 % Weiße und zu 0,2 % aus Chinesen. 56 % der Bevölkerung von Jamaika sind Protestanten, 5 % gehören der Religionsgemeinschaft der Rastafaris an und 4,9 % sind Katholiken. Weiters gibt es Minderheiten von Bahai, Juden und Muslime. Bei 73 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Bewohner von Jamaika. 20 % beträgt die Analphabetenrate. 54 % der Jamaikaner leben in den Städten des Landes.
Geschichte und Politik in Jamaika
Die Spanier löschten, nach der Entdeckung von Jamaika durch Kolumbus, die Urbevölkerung beinahe vollständig aus. Die Engländer konnten 1670 den Spaniern die Insel endgültig streitig gemacht. Jamaika wurde durch die Zuckerrohr- und Kakaoplantagen zu einer der reichsten Kolonien des Empire. Im Jahre 1838 wurde die Sklaverei, bis zu diesem Zeitpunkt wurden Massen von afrikanischen Sklaven auf die Insel Jamaikagebracht. Die Verwaltung wurde seit 1938 sukzessive autonomer. Formell unabhängig wurde Jamaika im Jahre 1962. Abwechselnd sozialistisch und marktwirtschaftlich orientierte Regierungen eines Kuba- bzw. USA-freundlichen Kurs werden seit den 70er Jahren verfolgt. Alle fünf Jahre wird das Repräsentantenhaus gewählt. Mit dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Jamaika das Wahlrecht.
Wirtschaft und Tourismus in Jamaika
Das Bruttoinlandsprodukt von Jamaika betrug 2005 9,1 Milliarden US-Dollar, wovon 8 % auf die Landwirtschaft, 34 % auf die Industrie und 57 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Rohstoffe, Konsumgüter, Halbfertigprodukte und Lebensmittel zählen zu den wichtigsten Importgüter von Jamaika. Tonerde, Textilien, Zucker, Bauxit, Bananen und Kaffee werden ins Ausland exportiert.
Knapp 1,4 Millionen Touristen kamen 2004 nach Jamaika und ließen 1,73 Milliarden US-Dollar ins Land. Zwischen Dezember und April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Jamaika.
Verkehr in Jamaika
Das Eisenbahnnetz von Jamaika hat eine Länge von 300 km. Über 17000 km erstreckt sich das Straßennetz des Landes. Weiters verfügt Jamaika über zwei internationale Flughäfen und zwei bedeutende Seehäfen.