Ecuador

Die Fläche von Ecuador beträgt  283560 km². Das bedeutet, dass bei 13,3 Millionen Einwohnern, 50 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Ecuador heißt Quito. Als Staatsform ist Ecuador eine Präsidialrepublik. In 20 Provinzen, Galapagosinseln und Zonas no delimitadas gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Ecuador. Gesprochen wird in Ecuador vorwiegend Spanisch, aber auch indianische Dialekte. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 3900 US$ pro Einwohner. Die Währung von Ecuador heißt US-Dollar (1 US-Dollar = 100 Cents).

Naturlandschaft in Ecuador

In drei Großlandschaften gliedert sich der kleinste Andenstaat Ecuador. Ein fruchtbares Tiefland mit einer Breite von 50 bis 150 km erstreckt sich an der Pazifikküste. Die bis 3000 m hoch gelegene Sierra wird von zwei parallel verlaufenen Andenkette umschlossen. Durch Querriegel sind die Hochlandbecken von Ecuador voneinander getrennt. Mit 6310 m ist der erloschene Vulkan Chimborazo der höchste Gipfel der Westkordillere vonEcuador. In der Ostkordillere ist der 5897 m hohe Cotopaxi noch immer aktiv. Diese Region von Ecuador gilt als äußerst erdbebengefährdet. Im Osten von Ecuador befindet sich das Amazonasgebiet, das kaum besiedelt ist und durch Nebenflüsse zergliedert ist.

Klima in Ecuador

Durch ein tropisch heißes Klima ist die Küstenregion von Ecuador geprägt. Nach Süden hin nehmen die Niederschläge kontinuierlich ab. Im Norden von Ecuador fallen Niederschlagsmengen von über 2500 mm. In diesem Gebiet des Landes findet man ausgedehnten Regenwald, welcher in Dornbusch- und Kakteensteppen übergeht. In Guayaquil liegt die durchschnittliche Temperatur bei 25,5 Grad. Der Süden wird vom Humboldtstrom beeinflusst. Er ist mit 300 mm Niederschlagsmenge extrem trocken. Im niederschlagsarmen Hochland bliebt die mittlere Temperatur von 15 Grad das ganze Jahr über konstant, schwankt jedoch zwischen Tag und Nach erheblich. Auf den Andenketten wachsen mit Niederschlägen von bis zu 500 mm Berg- und Nebelwälder, die oberhalb der bei 3500 m liegenden Baumgrenze in Hochsteppen übergehen. Durch immergrüne Regenwälder ist das kaum besiedelte Tiefland im Osten von Ecuador geprägt. Durch Überschwemmungen im Küstenbereich und Dürre im Landesinneren sorgt das Klimaphänomen El Nino für eine starke Beeinträchtigung der Landwirtschaft.

Bevölkerung in Ecuador

Die Bevölkerung von Ecuador setzt sich aus 35 % Mestizen, aus 25 % Weißen, aus 20 % Indianern, aus 15 % Mulatten und aus 5 % Schwarzen. Zum katholischen Glauben bekennen sich 93 % der Bevölkerung von Ecuador, der Rest sind Protestanten, Bahai, Juden und Anhänger der diversen indianischen Naturreligionen. Bei 76 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen des Landes. 10 % beträgt die Analphabetenrate. 60 % der Bevölkerung von Ecuador lebt in den Städten des Landes. Unter der Armutsgrenze leben 20 % der Menschen. Weiters herrscht in Ecuador eine zehnjährige Schulpflicht.

Geschichte und Politik in Ecuador

1533/34 nahm der Pizarros General Sebastián de Benalcázar das damalige Gebiet von Ecuador für die spanische Krone in Besitz. Davor war Ecuador ein Teil des Inkareichs. Audiencia de Quito gehörte zunächst zum Vizekönigreich Peru, seit Anfang des 18. Jahrhunderts dann zum Vizekönigreich Neugranada. 1822 endete der Befreiungskampf gegen die Spanier siegreich für Bolívars General Antonio José de Sucre und das Land wurde ein Teil Großkolumbiens, bis es 1830 endgültig seine Unabhängigkeit erklärte. Eine Unzahl von Putschen und extreme politische Instabilität prägen die weitere Geschichte von Ecuador. José Maria Velasco Ibarra stabilisierte 1944 das von Wirtschaftskrisen und häufigen Regierungswechseln instabile Ecuador. 1972 wurde er nach Unruhen und einer Wirtschaftskrise gestürzt. 1978 wurde die Einführung der sozialen Marktwirtschaft und ein Demokratisierungsprozess durchgesetzt. Ecuador wurde von 1998 bis 2000 durch verfehlte Wirtschaftspolitik, Ölpreisverfall und das Klimaphänomen El Nino in eine schwere Wirtschaftskrise geführt, auf deren Höhepunkt der US-Dollar als Währung eingeführt wurde. Die Vertreter des Parlaments werden, laut der Verfassung von 1978, alle vier Jahre neu gewählt. Für eine Dauer von vier Jahren wird das Staatsoberhaupt von Ecuador direkt vom Volk gewählt. Ab dem 18. Lebensjahr erhalten die Bürger von Ecuador das Wahlrecht.

Wirtschaft und Tourismus in Ecuador

Das Bruttoinlandsprodukt von Ecuador betrug 2005 32 Milliarden US-Dollar, wovon 7 % auf die Landwirtschaft, 32 % auf die Industrie und 61 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Die Erwerbstätigen von Ecuador sind zu 28 % in der Landwirtschaft, zu 18 % in der Industrie und zu 53 % im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Rohstoffe, Kapital- und Konsumgüter, sowie Kraftstoffe werden nach Ecuador eingeführt. Rohöl, Bananen, Industrieprodukte und Garenelen zählen zu den Hauptexportgütern des Landes.
Der Fremdenverkehrsbereich von Ecuador ist kaum entwickelt. Die Galapagosinseln mit ihrem das ganze Jahr über angenehmen Klima sind das interessanteste Ziel des Landes. Von Juni bis Oktober ist die beste Reisezeit für einen Besuch des Küstengebietes und des Berglandes von Ecuador.

Verkehr in Ecuador

Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 37000 km, wovon die Hälfte ganzjährig befahrbar ist. Als die wichtigste Verbindung von Ecuador gilt die 1392 km lange Panamericana. Das Eisenbahnnetz ist 1000 km lang. In Quito und Guayaquil findet man die internationalen Flughäfen von Ecuador. Guayaquil, Esmeraldas/Balao, Manta und der Puerto Bolívar sind die wichtigsten Seehäfen des Landes.

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