Bhutan

Die Fläche von Bhutan beträgt 47000 km². Das bedeutet, dass bei 2,2 Millionen Einwohnern, 45 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Bhutan heißt Thimphu. Als Staatsform ist Bhutan eine konstitutionelle Monarchie. In 18 Bezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Bhutan. Gesprochen wird in Bhutan vorwiegend Dsongkha, aber auch tibetanische Dialekte. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 1400 US$ pro Einwohner. Die Währung von Bhutan heißt Ngultrum (1 Ngultrum = 100 Chetrum).

Naturlandschaft in Bhutan

An der Südabdachung des östlichen Himalaja liegt das kleine Königreich Bhutan, das nur schwer zugänglich ist. Das Hochplateau von Bhutan wird von gewaltigen Gipfelketten umrahmt.

Klima in Bhutan

Die Wetterlage von Bhutan wird durch das vorherrschende Hochgebirgsklima geprägt. Die durchschnittliche Temperatur beträgt in der Hauptstadt Thimphu im Januar 4 Grad und im Juli 17 Grad.

Bevölkerung in Bhutan

Die Bevölkerung von Bhutan besteht aus Bhutanern, Gurung und ‚Assamesen. 63 % der Bhutaner sind Buddhisten, hinzu kommen 25 % Hindu.

Geschichte und Politik in Bhutan

Bhutan wurde zunächst von indischen Fürsten beherrscht. Nach der Eroberung von Tibetanern im 9. Jahrhundert wurde Bhutan in einen lamaistischen Staat umgewandelt. Unter britischem Einfluss entstand ab 1907 eine Monarchie, die das Land heute gemeinsam mit einer Nationalversammlung regiert. In Fragen der Außen- und Verteidigungspolitik wird das eigentlich unabhängige Königreich Bhutan von Indien vertreten. Die Besucherzahl wird im Bhutan auf jährlich 6000 Menschen begrenzt. Mit dieser Regelung verdeutlicht Bhutan die selbst gewählte Isolation. Der amtierende Monarch schenkte seinem Volk zum 25. Thronjubiläum am 2. Juni 1999 das Fernsehen.

Wirtschaft und Tourismus in Bhutan

Das Bruttoinlandsprodukt von Bhutan betrug 2005 770 Millionen US-Dollar, wovon die Hälfte auf die Landwirtschaft entfielen. In der Landwirtschaft arbeiten 90 % der Erwerbstätigen von Bhutan. Mais, Weizen, Kardamom werden ausgeführt, ansonsten dient die Landwirtschaft um den Bedarf der Bevölkerung zu decken. Eines der Hauptexportgüter von Bhutan ist Holz, das nach Indien exportiert wird. Aus handwerklichen Kleinbetrieben (Webereien, Schmiedekunstwerkstätten und Maskenschnitzereien) besteht die kaum entwickelte Industrie von Bhutan. Der Anteil der Industrie und des Dienstleistungssektors liegen nur bei jeweils einem Viertel am Bruttoinlandsprodukt, da maschinelle und technische Arbeit in Bhutan nur wenig geschätzt wird.
Nur Gruppenreisende erhalten eine Einreiseerlaubnis nach Bhutan, die nicht mehr als zehn Tage im Land bleiben dürfen und eine Tagesgebühr von 200 US$ zahlen müssen. Thimphu, aber auch Ponakha und Paro bilden die religiösen Zentren von Bhutan. Die jahrhundertealten Klosterburgen, die wie Nester an den Hängen zu kleben scheinen, findet man überall im Land verstreut. Für Touristen sind diese Stätten allerdings nicht zugänglich.

Verkehr in Bhutan

Zwischen Indien und der Hauptstadt Thimphu wurde erst 1962 eine asphaltierte Straße gebaut. Bis dahin war Bhutan von der Außenwelt fast vollkommen abgeschlossen. Die größeren Orte Bhutans werden heute durch Straßen verbunden. Eine verkehrstechnische Erschließung von Bhutan ist durch die gebirgige Landschaft sehr schwierig. In Paro gibt es den einzigen internationalen Flughafen des Landes.

Leave a Reply