Belize
Die Fläche von Belize beträgt 22965 km². Das bedeutet, dass bei 279000 Einwohnern, 11 Einwohner/km² leben. Die Hauptstadt von Belize heißt Belmopan. Als Staatsform ist Belize eine konstitutionelle Monarchie. In 6 Bezirke gliedert sich das Verwaltungsgebiet von Belize. Gesprochen wird in Belize vorwiegend Englisch, aber auch Kreol-Englisch, Spanisch und Minderheitensprachen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 6800 US$ pro Einwohner. Die Währung von Belize heißt Belize-Dollar (1 Belize-Dollar = 100 Cents).
Naturlandschaft in Belize
Im Nordwesten von Belize findet man grüne, flache Hügel, die zur Karibikküste hin in ein feuchtwarmes, sumpfiges Küstentiefland übergehen. Vor der Küste gliedert sich ein 250 km langes Riff in zahlreiche Koralleninseln. Der 1122 m hohe Victoria Peak ist die höchste Erhebung der Maya Mountains in Belize.
Klima in Belize
In Belize herrscht ein tropisch-feuchtes Klima. In Norden und Westen beträgt die mittlere Niederschlagsmenge 1400 mm, an den Gebirgsrändern 2500 mm und in den Höhenlangen 4000 mm. Bei 26 Grad liegen die durchschnittlichen Temperaturen im Landesinneren und im Bergland bei 24 Grad. Belize wird häufig von verheerenden Wirbelstürmen heimgesucht. Von Laub- oder immergrünen Wäldern ist fast die Hälfte des Landes bedeckt. An der Küste findet man Mangroven. Jaguare, Gürteltiere, Tapire und Schlangen leben in den Wäldern von Belize. In den Flüssen findet man Krokodile und Alligatoren.
Bevölkerung in Belize
Die Bevölkerung von Belize besteht aus 43,6 % Mestizen, 29,8 % Kreolen, 11 % Indianern und 6,6 % Garifuna. Zu 8 % bekennt sich die Bevölkerung von Belize zum Katholizismus, 28 % sind Protestanten. Weiters gibt es Minderheiten von Muslime, Hindus, Juden und Bahai. Bei 68 Jahren liegt die durchschnittliche Lebenserwartung. 7 % beträgt die Analphabetenrate in Belize.
Geschichte und Politik in Belize
Das heutige Belize war das Kernland der Maya-Kultur. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts entdeckte Kolumbus Belize und Cortez machte es in den Jahren 1524 und 1525 zu einer spanischen Kolonie. Britische Piraten und Siedler kamen um die Mitte des 17. Jahrhundert ins Land. Spanier und Briten stritten sich in der Folgezeit um Belize. Guatemala erhob ebenfalls Gebietsansprüche, die bis zum heutigen Tag stets aufs Neue geltend gemacht werden. Britisch-Hondurs wurde 1862 eine britische Kolonie und 1871 eine Kronkolonie, die sich 1973 in Belize umbenannte. 1981 erlangte Belize die Unabhängigkeit, wobei die britische Krone, vertreten durch einen Gouverneur, Staatsoberhaupt blieb. Ein Zweikammerparlament wird durch die Verfassung von 1981 vorgesehen. Alle fünf Jahre werden die Mitglieder des Repräsentantenhauses gewählt. Das Wahlrecht erhalten die Bürger von Belize mit dem 18. Lebensjahr.
Wirtschaft und Tourismus in Belize
Das Bruttoinlandsprodukt von Belize betrug 2005 1,1 Milliarden US-Dollar, wovon 20 % auf die Landwirtschaft, 23 % auf die Industrie und 57 % auf den Dienstleistungssektor entfielen. Maschinen, Konsumartikel und Rohstoffe werden ins Land eingeführt. Holz, Zucker, Zitrusfrüchte, Bananen, Fruchtsäfte und Meeresfrüchte gehören zu den Hauptexportgütern von Belize.
Über 250000 Auslandsgäste besuchten 2002 Belize. Die beliebtesten Reiseziele sind die alten Maya-Stätten, die Koralleninseln und die 17 Nationalparks. Von November bis April ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Belize.
Verkehr in Belize
Das Straßennetz erstreckt sich über eine Länge von 2000 km. Nur 1600 km sind davon ganzjährig befahrbar. Der wichtigste Flughafen von Belize ist Stanley-Field. In Belize-City und Staan Creek findet man die bedeutendsten Seehäfen.